HWS Syndrom



HWS SyndromDas „HWS Syndrom“ ist in der Medizin ein weitreichender Begriff. Im Wesentlichen umfasst es Verletzungen und Erkrankungen der Halswirbelsäule, die unterschiedlichen Ursprungs sind und dementsprechend vielfältig therapiert werden.

Begriffserklärung: HWS Syndrom und Ursachen



Bei einem HWS Syndrom handelt es sich im Großen und Ganzen um Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule, die durch Verletzungen, Krankheiten oder degenerative Veränderungen hervorgerufen werden können. Im medizinischen Bereich werden sämtliche Krankheiten statistisch klassifiziert. Die, von der WHO herausgegebene, Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme wird auch kurz ICD 10 genannt. Probleme im Bereich der Halswirbelsäule teilt man, laut ICD 10, als Zervikobrachial-Syndrom ein. Die Ursachen dafür könnten unterschiedlicher kaum sein. Neben ganz normalen Abnutzungserscheinungen, den so genannten degenerativen Veränderungen, die durch Fehlhaltungen oder angeborenen Fehlstellungen begünstigt sind, gibt es auch weitere Ursachen, wie zum Beispiel:
  • rheumatischen Erkrankungen (Morbus Bechterew)
  • Osteoporose (Knochenschwund)
  • Infektionen (Staphylokokken)
  • Bandscheibenvorfall
  • Traumen
Ein Bandscheibenvorfall tritt im Bereich der Halswirbelsäule eher selten auf und ist meist mit einem Trauma verbunden, wobei Bänder und Muskeln verletzt werden und die Bandscheibe teilweise oder vollständig in den Wirbelkanal vortritt. Häufigste Ursache sind Schleudertraumen, die zu einem Halswirbelsäulen-Syndrom führen. Diese werden auch als Beschleunigungstraumen bezeichnet, bei denen die Halswirbelsäule binnen kürzester Zeit sehr stark überstreckt wird, wie es beispielsweise bei einem Autounfall passiert. Ursache können jedoch auch sein:
  • Skiunfälle
  • ein Kopfsprung in flaches Wasser
  • Kampfsportunfälle

Symptome einer akuten und chronischen Halswirbelsäulenproblematik



Nach einem Schleudertrauma sind die Symptome eines HWS-Syndroms äußerst akut und gehen einher mit:
  • Schwindel
  • Orientierungsstörungen
  • Erbrechen
  • Sehstörungen
  • Kopfschmerzen
  • Spasmen
  • Sprachstörungen
Nach einem Autounfall hat der Geschädigte definitiv Anspruch auf ein Schmerzensgeld. In jedem Fall sollte ein Arzt hinzugezogen werden, um die Symptome einem Schleudertrauma zuordnen zu können. Ist die Ursache geklärt, muss die Haftpflichtversicherung dem Betroffenen ein Schmerzensgeld zahlen. Degenerative Veränderungen der Halswirbelsäule, die alters- oder ernährungsbedingt sind, verursachen auch gewisse Fehlhaltungen, wie es sie beispielsweise bei der Arbeit am Computer gibt. Menschen, die ihren Lebensunterhalt vorwiegend am Schreibtisch, also in einer ständig sitzenden Haltung, verbringen, sind am häufigsten betroffen. Hier ist meist eine dauerhaft verspannte Muskulatur die Ursache, die ähnliche Symptome hervorrufen kann wie ein akutes Trauma. In der Medizin ist dann von einem oberen, mittleren oder unteren Halswirbelsäulen-Syndrom die Rede. Es können auftreten:
  • ziehende Kopfschmerzen
  • Nackenschmerzen und Verspannungen
  • Bewegungseinschränkungen
  • Gefühl der Instabilität in der HWS

Therapiemöglichkeiten



Bei einem Halswirbelsäulensyndrom werden in erster Linie medikamentöse und physiotherapeutische Behandlungsmaßnahmen verordnet. Unterstützt werden die Therapien mit physikalischen Anwendungen, wie zum Beispiel:
  • Rotlicht
  • Elektrotherapie
  • Magnetfeldtherapie
Weitere Möglichkeiten zur Schmerzlinderung sind Massagen, Fangopackungen oder auch entspannende Behandlungsmethoden wie die progressive Muskelrelaxation nach Jakobson oder autogenes Training. Akupunktur kann bei einem Halswirbelsäulen-Syndrom übrigens ebenso hilfreich sein.



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